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Hymn score of: Nun Hosianna, Davids Sohn - Bewillkommnung des Heilandes (Ludämilia Elisabeth von Schwarzburg-Rudolstadt/Johannes Thomas Rüegg)

Christ My Song - 1989

Nun Hosianna, Davids Sohn - Bewillkommnung des Heilandes
(Ludämilia Elisabeth von Schwarzburg-Rudolstadt/
Johannes Thomas Rüegg)

Bewillkommnung des Heilandes.

1. Nun Hosianna, Davids Sohn,
der du kommst aus des Himmels Thron
  zu allen armen Sündern:
Zeuch ein, zeuch ein, dir stehet hier
ganz aufgeschlossen Tor und Tür
  bei deinen armen Kindern. PDF - Midi

2. Mein Herz will dich auch haben gern,
du Gottes Sohn, du Davids Stern,
  du wahrer Weibessamen.
Du Schilo, Heiland, Hirt und Heil,
mein Bruder, Gnadenthron und Teil;
  komm in des Herren Namen.

3. Komm König, Friedefürst und Held,
Erlöser, Mittler, Lösegeld,
  du Licht und Trost der Heiden.
O Seligmacher, Hilf und Schutz,
Versöhner, Rat, Prophet und Trutz,
  zeuch in mein Herz mit Freuden.

4. Ach sei gelobt, Immanuel,
der überwindet Tod und Höll,
  du Tilger meiner Sünden.
Ich bitte, kehre bei mir ein,
wiewohl ein schlechtes Räumelein
  zur Wohnung du wirst finden.

5. Denn du bist aller Herren Herr,
ich Asch und Staub und gar nichts mehr;
  willst du darin wohl liegen?
Das Haus ist freilich dein nicht wert,
ich armer Mensch, ich arme Erd,
  wie soll ich dich vergnügen?

6. Ich dürfte nicht mehr bitten nun,
dir aber ist darum zu tun,
  du sprichst: Gib mir dein Herze.
Willst du es denn, so sei es dein;
dem Herzen kann nicht besser sein
  als bei der Lebenskerze.

7. Du willst es aber ganz allein,
o möcht es nun doch sein so rein
  von allen fremden Gästen!
Du bringest mit Gerechtigkeit,
im Heilgen Geiste Fried und Freud,
  was ist nun hier zum Besten?

8. Nimm in der Armutei für gut
mit Liebe, Ehre, Furcht, Demut
  und ganz gelassnem Willen.
Mein Glaube hänget fest an dir,
dadurch du wohnen willst in mir;
  o könnte das dich stillen!

9. Ach, aber alles ist zu schwach,
wo du nicht hilfest selbsten nach:
  darum seist du ersuchet.
Ei stoße alles nur hinaus,
was dir missfällt in diesem Haus.
  Der Satan sei verfluchet.

10. So nimm denn ein, was du gemacht,
Zeuch in mein Herz, nimm es in Acht,
  dir sei es ganz ergeben.
Nun lass es stets sein deine Ruh,
und schließ die Türen nach dir zu.
  Willkommen, ach mein Leben!

Ludämilia Elisabeth von Schwarzburg-Rudolstadt,
in: J. D. Sarnighausen: Der Gräfin Ludämilia Elisabeth von
Schwarzburg-Rudolstadt geistliche Lieder, 1856, Lied 1.
Zu Schilo in 2,4 siehe 1. Mose 49,10.

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