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Hymn score of: Ewge Liebe, mein Gemüte (Johann Jakob Rambach/Johannes Thomas Rüegg)

Christ My Song - 2451

Ewge Liebe, mein Gemüte
(Johann Jakob Rambach/Johannes Thomas Rüegg)

Ewge Liebe, mein Gemüte.

1. Ewge Liebe, mein Gemüte
  waget einen kühnen Blick
in den Abgrund deiner Güte!
  send ihm einen Blick zurück,
einen Blick voll Heiterkeit,
der die Finsternis zerstreut,
  die mein blödes Auge drücket,
  wenn es nach dem Lichte blicket. PDF - Midi

2. Ich verehre dich, o Liebe!
  dass du dich beweget hast,
und aus einem reinen Triebe
  den erwünschten Schluss gefasst,
der im Fluch versenkten Welt,
durch ein teures Lösegeld,
  und des eignen Sohnes Sterben,
  Gnad und Freiheit zu erwerben.

3. O, ein Ratschluss voll Erbarmen,
  voller Huld und Freundlichkeit!
der so einer Welt voll Armen
  Gnade, Trost und Hilfe beut.
Liebe, die den Sohn nicht schont,
der in ihrem Schoße wohnt,
  um zu retten die Rebellen
  aus dem Pfuhl der tiefsten Höllen.

4. Doch du hast, o weise Liebe!
  eine Ordnung auch bestimmt,
dass sich der darinnen übe,
  der am Segen Anteil nimmt.
Wer nur an den Mittler gläubt
und ihm treu ergeben bleibt,
  der soll nicht verloren gehen,
  sondern Heil und Leben sehen.

5. Diesen Glauben anzuzünden,
  der ein Werk des Himmels heißt,
lässest du dich willig finden,
  deinen teuren, guten Geist
denen, die gebeuget stehn,
die ihr Unvermögen sehn,
  und zum Thron der Gnade eilen,
  gern und willig mitzuteilen.

6. Liebe, dir sei Lob gesungen
  für den höchst gerechten Schluss,
den die Schar verklärter Zungen
  rühmen und bewundern muss,
den der Glaub in Demut ehrt,
die Vernunft erstaunend hört,
  und umsonst sich unterwindet,
  wie sie dessen Tief' ergründet.

7. Liebe, lass mich dahin streben,
  meiner Wahl gewiss zu sein.
Richte selbst mein ganzes Leben
  so nach deinem Willen ein,
dass des Glaubens Frucht und Kraft,
den dein Geist in mir geschafft,
  mir zum Zeugnis dienen möge,
  dass ich auf dem Himmelswege.

8. Lass mich meinen Namen schauen,
  in dem Buch des Lebens stehn.
Dann so werd ich ohne Grauen
  selbst dem Tod entgegen gehn.
Keine Kreatur wird mich,
deinen Liebling, ewiglich
  deiner Hand entreißen können,
  noch von deiner Liebe trennen.

Johann Jakob Rambach, in: Geistlicher Liederschatz, 1842, Lied 74.
Ohne dortige 6. und 7. Strophe.
1,7: "blödes" hier in der älteren Bedeutung von "(seh-)schwach", "schwachsichtig".

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