Christ My Song - 2459
Einer bleibt König, wenn alles erlieget
(Carl Heinrich von Bogatzky/Johannes Thomas Rüegg)
Einer bleibt König, wenn alles erlieget.
1. Einer bleibt König, wenn alles erlieget,
einer bleibt leben, wenn alles uns stirbt:
Jesus der Starke, der alles besieget,
der uns die Gnade des Vaters erwirbt.
Alles mag fallen, versinken, zerstieben,
ist nur die ewige Gnad uns geblieben. PDF - Midi
2. Wahrlich, sie bleibt uns auf ewig geschenket.
Spottet, ihr Feinde! wir bleiben doch fest,
ob man uns hasset, verfolget und kränket,
ob uns auch mancher der Brüder verlässt;
bleiben wir gläubig am Haupte nur hangen,
können wir dennoch das Kleinod erlangen.
3. Wird doch auf Menschen nicht etwas gebauet;
Menschen sind sterblich und fallen bald hin:
Jesus, der ist es, auf den man nur trauet.
Jesus, der Eckstein, bleibt unser Gewinn;
wütet und tobet ihr Pforten der Höllen:
könnt ihr doch Jesus, den Felsen, nicht fällen.
4. Jesus hat alles in mächtigen Händen,
herschet auch unter der feindlichen Schar;
Jesus kann alle Gefahren abwenden,
er hilft aus allem, denn er ist es gar!
Die uns hier wollen vertilgen und stören,
müssen uns vielmehr nur fördern und mehren.
5. Toben die Winde und stürmen die Wetter,
dient's doch zur Gründung, zur furchtbaren Zeit.
Wüten die Feinde, er bleibt doch Erretter,
Jesu Reich wächset ja immer durch Streit.
Weichet nicht! Jesus steht mächtig zur Seite;
gläubiges Streiten bringt reichliche Beute.
6. Satans Macht, Rat und List muss einst vergehen,
Jesus kehrt mächtig den Anschlag zurück.
Aber des Herren Rat muss doch bestehen.
Menschen, ihr stellt euch selbst Netze und Strick',
oder ihr macht doch vergebene Tritte;
Segen begleitet der Gläubigen Schritte.
7. Legen die Feinde gar listig uns Schlingen,
unser Herr fänget sie in ihrer List;
nimmer wird's ihnen im Kampfe gelingen,
da ihre Tücke ihr Fallstrick selbst ist.
Jesus entreißt uns den schädlichen Banden;
wer auf ihn hoffet, wird nimmer zuschanden.
8. Wer mag des Blitzes gewaltiger Stärke
hemmenden Einhalt und Widerstand tun?
So kann auch niemand die göttlichen Werke
hindern, denn Gottes Werk darf nimmer ruhn.
Ja, ja es leuchtet mit Macht in die Lande,
Donner zerschmettert die feindlichen Bande.
9. Hier ist Immanuel vor seinem Heere,
der hier die Kirche schon selber erhält.
Er in der Mitten, auch Mauer und Wehre
ist bei uns bis an das Ende der Welt.
Er ist derselbe Herr, gestern und heute,
ja bis in Ewigkeit mächtig im Streite.
Carl Heinrich von Bogatzky, in: Geistlicher Liederschatz, 1842, Lied 103.
Ohne dortige 8. Strophe.
