Christ My Song - 2472
Der Herr ist Gott und keiner mehr!
(Johann Andreas Cramer/Johannes Thomas Rüegg)
Der Herr ist Gott und keiner mehr!
1. Der Herr ist Gott und keiner mehr!
frohlockt ihm alle Frommen!
Wer ist ihm gleich? wer ist, wie er,
so herrlich und vollkommen?
Der Herr ist groß! sein Nam ist groß!
er ist unendlich, grenzenlos
in seinem ganzen Wesen. PDF - Midi
2. Er ist und bleibet, wie er ist.
Wer strebet nicht vergebens
ihn auszusprechen, wer ermisst
die Dauer seines Lebens?
Wir Menschen sind von gestern her;
eh noch die Erde ward, war er,
war, eh die Himmel waren.
3. Des Ewgen Thron umgibt ein Licht,
das ihn vor uns verhüllet;
ihn fassen alle Himmel nicht,
die seine Größ erfüllet.
Er bleibet ewig, wie er war,
verborgen und doch offenbar
in seiner Werke Wundern.
4. Wo wären wir, wenn seine Kraft
uns nicht gebildet hätte?
er kennt uns, kennet, was er schafft,
der Wesen ganze Kette.
Bei ihm ist Weisheit und Verstand,
und er umspannt mit seiner Hand
die Erde samt dem Himmel.
5. Ist er nicht nah? ist er nicht fern?
weiß er nicht aller Wege?
wo ist die Nacht, da sich dem Herrn
ein Mensch verbergen möge?
Umsonst hüllt ihr in Finsternis,
was ihr beginnt; er sieht's gewiss,
er sieht es schon von ferne.
6. Wer schützt den Weltbau ohne dich,
o Herr, vor seinem Falle?
Allgegenwärtig breitet sich
dein Fittich über alle,
du bist voll Freundlichkeit, voll Huld,
barmherzig, gnädig, voll Geduld,
ein Vater, ein Verschoner.
7. Untadelhaft bist du und gut,
und reiner als die Sonne.
Wohl dem, der deinen Willen tut:
denn du vergiltst mit Wonne,
du hast Unsterblichkeit allein,
bist selig, wirst es ewig sein,
hast Freuden, Gott, die Fülle.
8. Dir nur gebühret Lob und Dank,
Anbetung, Preis und Ehre;
kommt, werdet Gottes Lobgesang,
ihr alle seine Heer.
Der Herr ist Gott und keiner mehr,
wer ist ihm gleich? wer ist wie er,
so herrlich, so vollkommen?
Johann Andreas Cramer, in: Geistlicher Liederschatz, 1842, Lied 9.
